Hypoxylon cf. fuscum > H. pseudofuscum
Verfasst: Mo 26. Mai 2025, 21:08
Hallo zusammen,
noch ein Fund von der letzten Vereinsexkursion in Damüls. Diese Kohlenbeere (Hypoxylon) habe ich auf einem toten Laubholzast (vmtl. Eberesche) im Nadelwald mit eingestreuten Laubsträuchern gefunden.
Die Ostiolen sehen für mich nabelförmig aus. Zumindest kann ich nichts erkennen, das signifikant aus der Oberfläche heraus stehen würde.
Der Test mit KOH 10% ergibt für mich einen bernsteinfarbenen Farbton.
Die Perthecien sind eiförmig und 350 - 500 um hoch.
Die Sporen sind [12.1-15.2] x [5.3-7.0] um groß, Q = [2.0-2.6], N = 21, und besitzen einen geraden, manchmal leicht sinusförmigen Keimspalt.
Der Apikalring der Schläuche ist amyloid und verfärbt sich bei Zugabe von Lugol bläulich.
Für die Bestimmung habe ich den Schlüssel von M. Enderle: Die Gattung Hypoxylon Bull. ex Fr. im Ulmer Raum (1981) benutzt: 1) Sporen nicht klein, d.h. größer als (6) 7-9(10) um lang , 3- 4(4,5) um breit > 3) Sporen nicht zwischen 9 und 11(12) µm lang und 4 bis 5(6) um breit > 7) Sporen meist zwischen 11 und 15(17) um lang und 5 bis 7(9,5) um breit > 8) Ostiolen ± genabelt (umbilikat) > 9) selten bzw. nie an Fagus wachsend (?) > 11) Stromata und Holz nicht deutlich süßlich riechend, Perithecien weniger breit (0,2- 0,5 um) > 12) Sporen 12-15,5 x 5-6(7) um, Stromata frisch purpurrötlich, später purpurbraun, alt stumpf schwarz; ... = H. fuscum
Bin mir hier aber bei 9) nicht sicher, da ich nicht weiß, wie häufig dieser Pilz auf Buche wächst ;-). Daher habe ich auch noch den "Dichotomous key to European Hypoxylon" auf http://pyrenomycetes.free.fr/hypoxylon/ ... mickey.htm angewendet: Ostiolen genabelt > B) Stromata verbreitet bis polsterförmig > B4) Stromata mit violetter Oberfläche > B5) Ascospores im Schnitt weniger als 15 um lang > B7) KOH-extrahierbare Pigmente bernstein- bis olivfarben, mit gelbgrünen oder braunen Tönen > B8) Stromaoberfläche ohne metallischen Schein; Perithecien kugel- bis eiförmig, nicht schlauchförmig > B9) Ascosporen häufig mit einem sinusförmigen Keimspalt (?) > B11) KOH-extrahierbare Pigmente bernstein- bis olivfarben; Ascospores 11-16 x 5-8 um = H. fuscum
Hier bin ich mir bzgl. B9) nicht ganz sicher. Ich habe zwar einen sinusförmigen Keimspalt beobachtet, aber meist war er doch gerade. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier alles richtig interpretiert habe. Daher wäre ich über Feedback froh.
Gruß,
Bernhard
noch ein Fund von der letzten Vereinsexkursion in Damüls. Diese Kohlenbeere (Hypoxylon) habe ich auf einem toten Laubholzast (vmtl. Eberesche) im Nadelwald mit eingestreuten Laubsträuchern gefunden.
Die Ostiolen sehen für mich nabelförmig aus. Zumindest kann ich nichts erkennen, das signifikant aus der Oberfläche heraus stehen würde.
Der Test mit KOH 10% ergibt für mich einen bernsteinfarbenen Farbton.
Die Perthecien sind eiförmig und 350 - 500 um hoch.
Die Sporen sind [12.1-15.2] x [5.3-7.0] um groß, Q = [2.0-2.6], N = 21, und besitzen einen geraden, manchmal leicht sinusförmigen Keimspalt.
Der Apikalring der Schläuche ist amyloid und verfärbt sich bei Zugabe von Lugol bläulich.
Für die Bestimmung habe ich den Schlüssel von M. Enderle: Die Gattung Hypoxylon Bull. ex Fr. im Ulmer Raum (1981) benutzt: 1) Sporen nicht klein, d.h. größer als (6) 7-9(10) um lang , 3- 4(4,5) um breit > 3) Sporen nicht zwischen 9 und 11(12) µm lang und 4 bis 5(6) um breit > 7) Sporen meist zwischen 11 und 15(17) um lang und 5 bis 7(9,5) um breit > 8) Ostiolen ± genabelt (umbilikat) > 9) selten bzw. nie an Fagus wachsend (?) > 11) Stromata und Holz nicht deutlich süßlich riechend, Perithecien weniger breit (0,2- 0,5 um) > 12) Sporen 12-15,5 x 5-6(7) um, Stromata frisch purpurrötlich, später purpurbraun, alt stumpf schwarz; ... = H. fuscum
Bin mir hier aber bei 9) nicht sicher, da ich nicht weiß, wie häufig dieser Pilz auf Buche wächst ;-). Daher habe ich auch noch den "Dichotomous key to European Hypoxylon" auf http://pyrenomycetes.free.fr/hypoxylon/ ... mickey.htm angewendet: Ostiolen genabelt > B) Stromata verbreitet bis polsterförmig > B4) Stromata mit violetter Oberfläche > B5) Ascospores im Schnitt weniger als 15 um lang > B7) KOH-extrahierbare Pigmente bernstein- bis olivfarben, mit gelbgrünen oder braunen Tönen > B8) Stromaoberfläche ohne metallischen Schein; Perithecien kugel- bis eiförmig, nicht schlauchförmig > B9) Ascosporen häufig mit einem sinusförmigen Keimspalt (?) > B11) KOH-extrahierbare Pigmente bernstein- bis olivfarben; Ascospores 11-16 x 5-8 um = H. fuscum
Hier bin ich mir bzgl. B9) nicht ganz sicher. Ich habe zwar einen sinusförmigen Keimspalt beobachtet, aber meist war er doch gerade. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier alles richtig interpretiert habe. Daher wäre ich über Feedback froh.
Gruß,
Bernhard