Fokus-Stacking
Verfasst: Di 23. Dez 2025, 19:12
Hallo zusammen,
bei Fotos durch das Mikroskop oder die Stereolupe ist die Schärfentiefe immer sehr klein. Das heißt, nur ein sehr geringer Tiefenbereich wird im Bild scharf abgebildet. Abhilfe schafft die Anwendung des sogenannten Fokus-Stackings. Dabei werden mehrere Bilder eines Motivs mit schrittweise verschobenem Fokus aufgenommen und anschließend mit einer entsprechenden Software zu einem einzigen Foto zusammengefügt. Aus den Einzelbildern werden jeweils die scharfen Regionen extrahiert und dann zu einem Bild mit wesentlich größeren Schärfentiefe kombiniert.
Ich habe zuletzt ein Bild von der Gelborangen Wollkugel (Bactridium flavum) unter Anwendung dieser Methode erstellt und bin mit dem Ergebnis eigentlich recht zufrieden:
Die Einzelbilder habe ich mit meiner Smartphone-Kamera unter Auflicht durch das Okular meines Mikroskops aufgenommen.
Dabei habe ich acht Bilder aufgenommen und zwischen den Aufnahmen den Fokus jeweils etwas nach hinten geschoben. Ihr könnt an den folgenden Bildern gut erkennen, wie der scharfe Bereich von Bild zu Bild immer mehr nach hinten wandert:
Für das Zusammenfügen der Bilder habe ich die freie Software Enfuse verwendet. Unter meinem Ubuntu-Linux habe ich dazu folgendes Kommando im Terminal eingegeben und erhalte daraus das oben gezeigt Ergebnis:
enfuse --output stacked.jpg *.JPG --hard-mask --contrast-weight=1 --exposure-weight=0 --saturation-weight=0 --contrast-window-size=11 --gray-projector=l-star
Die Software ist für Windows und MacOS natürlich auch verfügbar, z.B. als EnfuseGUI (https://software.bergmark.com/enfuseGUI/Main.html) mit grafischer Benutzeroberfläche. Natürlich gibt es hierzu auch Alternativen.
Das Ganze ist eigentlich gar nicht so schwierig. Einfach einmal ausprobieren. Falls ihr Fragen habt, wendet euch gerne an mich.
Gruß,
Bernhard
bei Fotos durch das Mikroskop oder die Stereolupe ist die Schärfentiefe immer sehr klein. Das heißt, nur ein sehr geringer Tiefenbereich wird im Bild scharf abgebildet. Abhilfe schafft die Anwendung des sogenannten Fokus-Stackings. Dabei werden mehrere Bilder eines Motivs mit schrittweise verschobenem Fokus aufgenommen und anschließend mit einer entsprechenden Software zu einem einzigen Foto zusammengefügt. Aus den Einzelbildern werden jeweils die scharfen Regionen extrahiert und dann zu einem Bild mit wesentlich größeren Schärfentiefe kombiniert.
Ich habe zuletzt ein Bild von der Gelborangen Wollkugel (Bactridium flavum) unter Anwendung dieser Methode erstellt und bin mit dem Ergebnis eigentlich recht zufrieden:
Die Einzelbilder habe ich mit meiner Smartphone-Kamera unter Auflicht durch das Okular meines Mikroskops aufgenommen.
Dabei habe ich acht Bilder aufgenommen und zwischen den Aufnahmen den Fokus jeweils etwas nach hinten geschoben. Ihr könnt an den folgenden Bildern gut erkennen, wie der scharfe Bereich von Bild zu Bild immer mehr nach hinten wandert:
Für das Zusammenfügen der Bilder habe ich die freie Software Enfuse verwendet. Unter meinem Ubuntu-Linux habe ich dazu folgendes Kommando im Terminal eingegeben und erhalte daraus das oben gezeigt Ergebnis:
enfuse --output stacked.jpg *.JPG --hard-mask --contrast-weight=1 --exposure-weight=0 --saturation-weight=0 --contrast-window-size=11 --gray-projector=l-star
Die Software ist für Windows und MacOS natürlich auch verfügbar, z.B. als EnfuseGUI (https://software.bergmark.com/enfuseGUI/Main.html) mit grafischer Benutzeroberfläche. Natürlich gibt es hierzu auch Alternativen.
Das Ganze ist eigentlich gar nicht so schwierig. Einfach einmal ausprobieren. Falls ihr Fragen habt, wendet euch gerne an mich.
Gruß,
Bernhard