Dacrymyces stillatus
Verfasst: Fr 16. Mai 2025, 20:28
Hallo zusammen,
letztes Wochenende habe ich auf einem toten Nadelholzstamm kleine, gelbliche und gallertartige Pilzchen gefunden.
Der erste Gedanke war, dass es sich vielleicht um einen Schlauchpilz handeln könnte - eventuell etwas in Richtung Mollisia. Recht erstaunt war ich dann beim Blick auf die Sporen. Mit einem Apiculus war dann gleich klar, dass es sich um einen Basidiomycenten handeln muss.
Also dann doch wohl eine Gallertträne. Für die Bestimmung habe ich den Schlüssel von McNabb (1973): https://doi.org/10.1080/0028825X.1973.10430296 verwendet:
1) Fruchtkörper nicht gewunden oder pezizoid, Untergattung Dacrymyces > 2) keine Schnallen > 12) Sporen mit 1-2 Septen > 13) nicht stets mit einer Septe > 14) Fruchtkörper kleiner 6 mm > 15) Sporen dickwandig > 16) Fruchtkörper 1-4 mm groß = Dacrymyces stillatus
Laut Schlüssel sollen die Sporen (9)-10.5-16-( 17.5) x 3.5-6 um groß sein. Ich messe [12.5-14.3] x [4.7-5.8] um. Das passt also auch gut. Verwechseln könnte man D. stillatus mit D. variisporus. Bei D, variisporus treten jedoch Schnallen auf und die Sporen haben mehr als 3 Septen. Schnallen habe ich bei meinem Exemplar keine beobachtet:
Es gibt von Franz Oberwinkler noch eine schöne Beschreibung des Lebenszyklus von Dacrymyces stillatus:
Die für die Ordnung typisch gegabelten Basidien (vgl. d) konnte ich hier beobachten:
Hier noch eine Basidienspore mit beginnender Keimung (vgl. e, g):
Und hier vermute ich das Stadium der Hyphenfragementierung (vgl. i):
Eigentlich schon spannend, was die Zerfließende Gallertträne so alles hergibt.
Gruß,
Bernhard
letztes Wochenende habe ich auf einem toten Nadelholzstamm kleine, gelbliche und gallertartige Pilzchen gefunden.
Der erste Gedanke war, dass es sich vielleicht um einen Schlauchpilz handeln könnte - eventuell etwas in Richtung Mollisia. Recht erstaunt war ich dann beim Blick auf die Sporen. Mit einem Apiculus war dann gleich klar, dass es sich um einen Basidiomycenten handeln muss.
Also dann doch wohl eine Gallertträne. Für die Bestimmung habe ich den Schlüssel von McNabb (1973): https://doi.org/10.1080/0028825X.1973.10430296 verwendet:
1) Fruchtkörper nicht gewunden oder pezizoid, Untergattung Dacrymyces > 2) keine Schnallen > 12) Sporen mit 1-2 Septen > 13) nicht stets mit einer Septe > 14) Fruchtkörper kleiner 6 mm > 15) Sporen dickwandig > 16) Fruchtkörper 1-4 mm groß = Dacrymyces stillatus
Laut Schlüssel sollen die Sporen (9)-10.5-16-( 17.5) x 3.5-6 um groß sein. Ich messe [12.5-14.3] x [4.7-5.8] um. Das passt also auch gut. Verwechseln könnte man D. stillatus mit D. variisporus. Bei D, variisporus treten jedoch Schnallen auf und die Sporen haben mehr als 3 Septen. Schnallen habe ich bei meinem Exemplar keine beobachtet:
Es gibt von Franz Oberwinkler noch eine schöne Beschreibung des Lebenszyklus von Dacrymyces stillatus:
Die für die Ordnung typisch gegabelten Basidien (vgl. d) konnte ich hier beobachten:
Hier noch eine Basidienspore mit beginnender Keimung (vgl. e, g):
Und hier vermute ich das Stadium der Hyphenfragementierung (vgl. i):
Eigentlich schon spannend, was die Zerfließende Gallertträne so alles hergibt.
Gruß,
Bernhard